Genmaicha – Röstaroma in der Tasse

Über meine Leidenschaft zu Grünem Tee habe ich hier ja schon ausführlich geschrieben. Letztens stolperte ich auf einem Blog in einem Nebensatz über Genmaicha, grünen Tee der mit geröstetem Reis gemischt wird. Das klingt lecker und den wollte ich mal versuchen. Am Samstag war ich in meinem liebsten Offline-Teeladen im Nürnberger Frankenzentrum und ließ mich ein wenig zu japanischem Grüntee beraten. Den Genmaicha hatte ich schon wieder vergessen, der freundliche Herr schlug ihn mir allerdings vor. Am Sonntag hatte ich dann endlich Zeit und Muse mir eine Tasse Genmaicha zuzubereiten.

Genmaicha Tee

Genmaicha Zubereitung

Auf der Packung war die Ziehzeit, die Dosierung und ganz wichtig die Wassertemperatur angegeben. Die meisten Grüntees werden mit 80 Grad heißem Wasser aufgegossen, meine beiden Grüntees aus Japan haben allerdings eine angegebene Temperatur von 70 beziehungsweise sogar nur 65 Grad. Ebenso verhält es sich mit dem Genmaicha: 70 Grad, 2 Minuten Ziehzeit und 1 TL pro Tasse. Da ich mir gleich eine Kanne mit 0,75 Litern zubereitet habe war ich mit der Dosierung etwas großzügiger und habe 5 TL dafür genommen. Die Ziehzeit von 2 Minuten habe ich auf 3 Minuten ausgedehnt und beides keine Sekunde bereut.

Grüner Tee mit geröstetem Reis

Genmaicha Geschmack

Der Geschmack war gelinde gesagt überwältigend. Ich habe noch nie einen so leckeren Tee getrunken. Er schmeckt sehr mild hat aber diesen umwerfenden leicht malzigen Geschmack und Röstaromen, die voll zur Geltung kommen. Als Kaffee-Ersatz würde ich ihn jetzt nicht trinken wollen aber der Geschmack geht schon ein wenig in diese Richtung. Dem Tee geht jede Bitterkeit ab, er ist rund und voll, fast ein wenig süßlich und in 30 Minuten hatte ich die komplette Kanne geleert. Selbst der Gatte, der grünen Tee zwar immer wieder versucht, geschmacklich dem aber nicht wirklich etwas abgewinnen kann war sehr angetan und hat sich eine Tasse für den Urlaub reserviert. Traditionell macht man damit keinen zweiten Aufguss, da ich ihn aber so schnell ausgetrunken hatte machte ich dennoch einen Versuch und er schmeckte dann sogar noch ein wenig intensiver. Manchmal muss man eben auf Traditionen pfeifen 😉

Genmaicha Zubereitung

Grüner Tee mit geröstetem Reis

Aber was genau ist denn nun Genmaicha? Es handelt sich dabei um Sencha der je nach Hersteller mit bis zu 50% gerösteten braunen Reis gemischt ist. Zudem sind auch noch winzige gepoppte Reiskörner enthalten, der Tee schmeckt also auch ein wenig nach Popcorn. Einen guten Genmaicha erkennt man an dunklen und kleinen Teeblättern. Je heller und gröber der Grüntee ist desto schlechter ist die Qualität. Zur Geschichte des Genmaicha gibt es auch noch etwas zu sagen, denn angeblich hat im 15. Jahrhundert jemand bei der Röstung des grünen Tees geschlampt und versehentlich ein paar Reiskörner mitgeröstet. Diesen Mann hat das leider den Kopf gekostet aber seitdem ist Genmaicha sehr beliebt. In Japan war er eher ein Tee für arme Leute da sich so der teure grüne Tee strecken ließ.

 Genmaicha Wirkung

Aus genau diesem Grund ist er auch arm an Koffein, magenschonend und eignet sich auch als Getränk abends.  Wo nur halb so viel Tee drin ist muss auch die Wirkung geringer sein, klar oder? Außerdem sagt man dem Reis an sich eine beruhigende Wirkung nach, ein Schlaftee wird daraus vermutlich dennoch nicht. Wer es gerne etwas peppiger mag kann auch zu Genmaicha Matcha greifen, der dann wieder eine belebende Wirkung hat. Eine interessante Kombination, die ich bald einmal probieren werde.

Erdbeer-Rhabarber-Haferflocken mit Schokoflocken

Auf meinem Streifzug letzte Woche durch den Supermarkt habe ich auch einmal Gefilde beachtet, denen ich sonst keine Aufmerksamkeit schenke. Von den Puddings und Desserts aus der Kühltruhe halte ich mich normal fern doch diesmal schlenderte ich vorbei. Zum Glück sage ich nur denn ich entdeckte einen großen Becher Erdbeer-Rhabarber-Grütze. Damit versüße ich mir im Moment die Zeit bis es endlich reifes Obst gibt. Die Erdbeer-Rhabarber-Grütze macht sich sehr gut in meinen Haferflocken zum Frühstück. Wobei ich zugeben muss, dass ich selten Haferflocken esse, meist greife ich zu Dinkel- oder gar Mehrkornflocken.

Overnight Oats

Aktuell brauche ich eine Tüte 5-Korn-Flocken auf die ich allerdings nicht mehr nachkaufen werde. Geschmacklich unterscheiden sie sich nicht viel von Dinkelflocken, in meiner Mischung mit Joghurt und Obst schmeckt man sie eh kaum. Die Erdbeer-Rhabarber-Grütze kann man sicherlich auch wunderbar selber machen, einkochen ist allerdings so gar nicht mein Metier. Dieses Rezept hier klingt mir ganz vernünftig.

Haferflocken rezept frühstück

Aber kommen wir nun zur aktuellen Frühstücksmischung die da besteht aus

  • 4 EL Haferflocken
  • 100 g Erdbeer-Rhabarber-Grütze
  • 150 g Joghurt
  • 2 EL Leinsamen
  • 1 EL Schokoflocken

Alle Zutaten mischen und mindestens 15 Minuten oder über Nacht einweichen lassen. Schmeckt auch wunderbar mit Kokosflocken, gerösteten Walnüssen und rohen Kakaobohnen statt Schokolade.

Chai-Oats

Für diese Overnight Oats ist es im Moment eigentlich viel zu warm und frühlingshaft, allerdings befinden wir uns immer noch in dieser Zwischensaison, in der man kein Obst bekommt, das man gut verhackstückeln kann. Ein wenig verzweifelt tigerte ich also mal wieder durch den Supermarkt auf der Suche nach Inspiration. Dabei fiel mein Blick auf das Chai-Lassi von Andechser. Nachdem meine Zitronen-Oats geschmacklich ein ziemlicher Erfolg waren und ich es schnell und unkompliziert mag packte ich das Lassi kurzerhand ein.

Chai Oats

Wem Chai so gar nichts sagt: Es handelt sich dabei um einen indischen Gewürztee der aus schwarzem Tee, Zimt, Nelken, Ingwer, Pfeffer, Kardamom und Muskat. Die Zubereitungsarten und Gewürzmischungen können dabei sehr variieren, in der Regel wird Chai Masala mit Milch und Zucker gewürzt. Es gibt also nicht DAS Chai Rezept, jede Familie hat ihr eigenes und stellt die Mischung selber her. Tee ist in diesem Lassi nicht drin aber die typische Gewürzmischung, die vor allem im Winter wärmend ist.

Rezept für Chai-Oats

Wie auch immer, mir haben die Chai-Oats auch an diesem frühlingshaften Morgen wunderbar geschmeckt auch wenn sie durch das fertige Lassi doch ein wenig zu süß waren. Garniert habe ich sie mit Kokos und dem Rest Pekannüssen. Natürlich könnte man sich auch seine eigene Chai-Mischung herstellen oder beispielsweise auf Aladdins Kaffeegewürz von Sonnentor zurückgreifen.

  • 5 EL Haferflocken
  • ½ Becher Chai-Lassi
  • Kokosraspel
  • Pekannüsse

Die Haferflocken mit dem Lassi übergießen und mindestens 20 Minuten oder über Nacht durchziehen lassen. Mit Kokosraspel und Pekannüssen garnieren und genießen.

Haferflocken-Bananen-Muffins

Gibt es ewas schöneres als Montag Morgen in die Küche zu wanken, einäugig die Kaffeemaschine zu bedienen und dabei aus dem Augenwinkel sehen: Da steht ja ein fertiges Frühstück! Für mich ist es manches Mal einfach schon zu viel, Milch warm zu machen, Obst kleinzuschneiden oder ein Brot zu schmieren, vor allem dann wenn ich schlichtweg keinen Hunger habe, mir das Frühstück aber nicht verkneifen will.

Da kamen jedenfalls die Bananen-Haferflocken-Muffins gerade recht. Ein gesundes, schnelles Frühstück bei dem man nur zugreifen braucht. Man braucht kein Mehl und Zucker kann man ebenfalls getrost weglassen. Wenn sie nicht schneller aufgefuttert sind halten sie sich 3-4 Tage lang frisch und sind dann immer noch saftig.

Bananen-Haferflocken-Muffins

  • 2 reife Bananen
  • 300 Gramm Haferflocken
  • 230 ml Vanillemilch (oder Mandelmilch oder…)
  • 2 EL Kokosflocken
  • 4 EL Cranberries
  • 1 TL Backpulver
  • 2 Eier
  • 1 TL Vanillezucker

Die Bananen zermatschen und mit den restlichen Zutaten mischen. In Muffinförmchen füllen und bei 180 Grad Umluft 20-30 Minuten backen. Beim einfüllen in die Muffinförmchen sollte man beachten, dass die geringe Menge Backpulver nicht dafür sorgt, dass die Muffins sehr hoch werden und aufgehen. Man darf hier also ruhig etwas großzügiger einfüllen.

Rucola-Radieschen-Butter

Wir nähern uns mit großen Schritten Ostern und für viele Familien heißt es dann, einen Osterbrunch auszurichten. Auch bei uns in der Familie hat das Tradition und am Ostersonntag finden wir uns alle bei meinen Eltern zum brunchen ein. Traditionell gibt es Eier mit Speck, Weißwürste, verschiedene Sorten Käse, Wurst und Marmelade sowie Kuchen. Auch ein Osterbrot darf natürlich nicht fehlen.

Von einer Freundin habe ich dieses leckere Rezept für Rucola-Radieschen-Butter die ich für Ostern sehr passend finde. Zudem schmeckt sie auch noch zitronig und das Grün des Rucola zusammen mit den Radieschen macht sie richtig frühlingshaft.

Radieschenbutter mit Rucola

  • 250 Gramm (gesalzene) Butter
  • 1 Bund Radieschen
  • 1 Bund Rucola
  • Zitronenschalenabrieb einer halben Zitrone

Die Butter sollte Zimmertemperatur haben. Die Radieschen und den Rucola fein hacken und mit der Butter und den Zitronenschalen vermischen. Zu einer Rolle formen und kühl stellen.

Die Rucola-Radieschen-Butter passt auf frisches, dunkles Brot und hat sich bei mir im Kühlschrank ohne Probleme 5 Tage gehalten.

Sandwich Grüne Göttin

Ich bin ein großer Fan von Pinterest und die meisten meiner Anregungen hole ich mir tatsächlich dort. Man kann gegen die amerikanische Esskultur sagen was man will aber in Sachen Frühstück und Sandwiches sind sie uns meilenweit voraus. So kam es, dass ich letztes Wochenende aus dem Testkochen, -backen und -essen fast nicht mehr herauskam. Am Samstag Abend gab es das „Green Goddess Sandwich“ das seinen Namen vollauf verdient hat denn es war wahrhaftig göttlich.

IMG_9621.JPG

Denke ich an Sandwich fallen mir dabei banale Zutaten wie Schinken und Käse ein und damit es auch den Namen Sandwich verdient muss natürlich Sauce drauf, Mayonnaise zum Beispiel. Und zur Abrundung ein Ei. Ganz ehrlich, viel weiter reicht meine Fantasie nicht. Doch dann kam die Grüne Göttin. Das Bild alleine ließ mir schon das Wasser im Mund zusammenlaufen: Zwei Scheiben dunkles Vollkornbrot und dazwischen etwa sieben Zentimeter purer Genuss.

IMG_9516.JPG

Avocado, Sprossen und Spinat

Erkennen konnte ich Avocado, Salat und Mozarella. Na das ist doch mal was, ich liebe Avocado! Das Rezept offenbarte aber weitaus mehr Rafinesse. Da war die Rede von Kräutermayonnaise – so kräuterig, dass sie grün ist – Sprossen, Spinat und süß-sauren Frühlingszwiebeln. Dazu grüne Tomaten und Gurke die ich beide aus Platzgründen weggelassen habe.

Ich habe wirklich Respekt vor Leuten, die sich zum einen so etwas ausdenken, zum anderen auch noch für eine Sache wie ein Sandwich einen solchen Aufwand betreiben. Aber lasst Euch gesagt sein, der Aufwand lohnt sich. Und wie! Im Moment ist auch eine gute Zeit um an all die leckeren Sachen zu kommen, die man dafür braucht.

Für 4 Sandwiches:

  • 8 Scheiben Vollkornbrot
  • 1 reife Avocado
  • 1 Kugel Mozzarella
  • 1 handvoll Sprossen
  • 1 handvoll frischen Spinat oder grünen Salat nach Wahl

Eingelegte Frühlingszwiebeln:

  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 100 ml Weißweinessig
  • 1 TL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1/4 TL Pfefferkörner, gemahlen

Kräuter-Mayoinnase:

  • 125 g Mayonnaise
  • 1/3 Bund Basilikum
  • 1/3 Bund Schnittlauch
  • 1/3 Bund Estragon
  • 2 Knoblauchzehen
  • Saft einer halben Zitrone
Die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und in einer Tasse zusammen mit Essig, Zucker, Salz und den Pfefferkörnern mischen. Beiseite stellen und mindestens 10 Minuten ziehen lassen. Im Kühlschrank hält sich die Mischung eine Woche.
Die Mayonnaise mit den Kräutern, dem Knoblauch und dem Zitronensaft in einen Blender geben und alles kleinmixen. Zur Not geht auch ein Pürierstab. Wer seine Mayonnaise wie ich lieber selber macht kann nach diesem Rezept verfahren:
  • 250 ml Sonnenblumenöl
  • 1 Eigelb
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1/2-1 TL Salz
Alle Zuaten sollten die gleiche Temperatur haben, das Ei also rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Das Eigelb mit einem Spritzer Zitronensaft in ein Gefäß geben und mit dem Rührgerät aufschlagen. Jetzt tropfenweise das Öl zugeben, bis die Masse anfängt fest zu werden. Ab jetzt kann man das Öl etwas großzügiger dazugießen. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Das ist seit Jahren mein Grundrezept für Aioli, die im Sommer bei keinem Grillfest fehlen darf. Zum Schluss kommen noch 2-11 Knoblauchzehen dazu.
IMG_9619.JPG
Den Mozzarella in dünne Scheiben schneiden, die Avocado halbieren, den Kern herauslösen und die Avocado schälen. Ebenfalls in Scheiben schneiden. Sprossen und Spinat waschen. Und jetzt geht es endlich mit dem Belegen los. Zuerst auf je eine Scheibe Brot Mayonnaise schmieren. Dann darauf die Avocado und den Mozzarella stapeln. Mit den Frühlingszwiebeln und den Sprossen garnieren und zum Schluss ein paar Blätter Spinat draufpacken.
Auf den Bildern sieht man die zweite Variation des Sandwiches die ich mit selbstgebackenem Brot gemacht habe. Es war umwerfend lecker, das Brot schön saftig und gesund ist es in dieser Kombination ohne Ende.

Zitronen-Overnight-Oats mit Kumquat

Auch wenn Bananen für mich vielleicht das ultimative Obst sind, mein liebster Geschmack – und auch Geruch – ist und bleibt Zitrone. Im Moment bastle ich daher an den ultimativen Zitronen-Overnight-Oats und ich kam der Wahrheit schon recht nahe. Erst schwebte mir vor einfach den Abrieb von Zitronenschalen zum aromatisieren zu nehmen. Dann fand ich ein Glas Zitronenmarmelade. Auch die Idee Lemon Curd (Rezept folgt) zu machen und mit reinzumischen hatte ich, aber der erste Versuch war dann doch viel simpler.

Overnight Oats mit Zitrone

Zitronenbuttermilch lautet des Rätsels Lösung und als fruchtigen Bestandteil habe ich mich für Kumquats entschieden, die es gerade im Angebot gab. Sie sind reich an B-Vitaminen, Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Zudem haben sie doppelt so viel Vitamin C wie Orangen. Da ich es auch noch nussig mag habe ich zu Pekannüssen gegriffen.

  • 5 EL Haferflocken
  • 100 ml Zitronen-Buttermilch
  • 3 Kumquats
  • 6 Pekannüsse

Haferflocken in eine Schüssel geben und mit der Buttermilch bedecken. Kumquats in Scheiben schneiden (mit Schale!) und druntermischen. Mit den Nüssen dekorieren und am nächsten Morgen – oder gleich – genießen.

Frühstück vom Grill

Frühstück vom Grill – wer hier schon länger mitliest weiß, dass es hier nichts gibt, was nicht geht. Ich freue mich daher heute einen Gastbeitrag vom besten Nachbarn von allen zu präsentieren, der seines Zeichens ein leidenschaftlicher Griller ist.

Frühstück vom Grill

Was gibt es schöneres als den Tag mit einem guten Frühstück zu beginnen? Nochmal so schön wird’s wenn die Lieblingsnachbarn das Frühstück mit einem teilen. So geschehen am 24.12. des letzten Jahres. Zum Weihnachtsfrühstück gab es letztes Jahr Bacon & Eggs sowie Pancakes – natürlich vom Grill.

Diesmal kam der Gasgrill mit seiner Gußplatte zum Einsatz. Der Grill wurde auf ca. 180°C vorgeheizt und die Gußplatte schön auf Temperatur gebracht. Zuerst wurde dann der Bacon portionsweise knusprig gegrillt und im Backofen warm gehalten. Danach kamen die Eier dran. Es gab – wahlweise – Spiegel- oder Rührei.

gegrilltes Frühstück

Für die Rühreier habe ich Eier mit etwas Milch verquirlt und die Mischung im ausgebratenen Fett des Bacon zubereitet. Quasi als Nachtisch wurden dann noch Pancakes gebacken, die traditionell mit Ahornsirup serviert wurden.

Pancakes vom Grill

Für die Pancakes haben wir folgendes Rezept verwendet:

  • 200g Mehl
  • 4 gestrichene TL Backpulver
  • 300g Milch
  • 1 Ei
  • 30g Zucker
  • 1 gestrichener TL Vanillezucker
  • 3 EL Butter

Mehl und Backpulver gut vermischen, Milch, Salz, Ei und Zucker zugeben und gut verrühren. Anschließend noch Butter und Vanillezucker zugeben und nochmals gut vermengen. Von beiden Seiten goldgelb ausbacken und warm servieren.

Das Frühstücksschnitzel

Blogevent Schnitzeljagd

Ja, todesmutig nehme ich als Frühstücksbloggerin die Herausforderung an und nehme an der Schnitzeljagd teil. Statt einfach nur Schnitzel zum Frühstück zu servieren habe ich mich mit der besten Nabchbarin von allen beraten und gemeinsam haben wir ein Frühstücksschnitzel ersonnen. Denn ich glaube nicht daran, dass ein gutes Schnitzel unbedingt Fleisch braucht, die Panade machts. Panieren kann man ja allerlei, Bananen zum Beispiel, aber das ist dann doch etwas einfalls- und lieblos.

Frühstücksschnitzel

Ich nahm mir also des Deutschen liebsten Brotaufstrich zur Brust und kombinierte ihn ganz klassisch mit Toast. Ich finde, es geht nichts über einen warmen Toast mit Butter und Nutella zum Frühstück – auch wenn ich mir den inzwischen lieber einmal zuviel verkneife. Was passt außerdem zu Nutella? Natürlich Erdbeeren. Und dann panieren wir das Ganze im zweitliebsten Frühstück: Cornflakes. Herausgekommen ist ein verdammt leckeres Frühstsücksschnitzel, das einem banalen Nutellatoast fast den Rang ablaufen könnte. Lediglich der Aufwand und die Zeit lassen es ein wenig hinterherhinken. Und so habe ich es gemacht:

IMG_9399.JPG

Zutaten für ein Frühstücksschnitzel

  • 2 Scheiben Toast
  • Nutella nach Belieben
  • 4 Erdbeeren
  • 1 Ei
  • 100 ml Milch
  • 50 Gramm Cornflakes
  • 2 EL Butterschmalz

IMG_9397.JPG

Eine Scheibe Toast mit Nutella bestreichen und die in Scheiben geschnittenen Erdbeeren drauflegen. Mit der zweiten Toastscheibe bedecken. Cornflakes in einen Gefrierbeutel geben und mit der Hand zerquetschen. In einem tiefen Teller Ei und Milch verquirlen, die Cornflakes in einen zweiten Teller geben. Jetzt den doppelten Toast von beiden Seiten kurz in der Milch-Ei-Mischung baden, jede Seite etwa 10-15 Sekunden. Anschließend mit den Cornflakes panieren. Butterschmalz in der Pfanne zu schmelzen bringen und das Frühstücksschnitzel von jeder Seite 3-5 Minuten braten.

Bericht vom Teeseminar in Nürnberg

Ich und Tee – das ist eine ziemlich lange Geschichte. Früher, als es noch kein Internet gab war Lesen meine liebste Freizeitbeschäftigung und ich habe tonnenweise Bücher verschlungen – sehr gerne historische Romane, vor allem solche, die in England spielten. Tee kam dabei immer wieder vor und schon in jungen Jahren hat mich Tee fasziniert. In meiner Familie spielte er keine Rolle, bis auf den obligatorischen Pfefferminztee und oh Graus, Kamillentee.

Mich dürstete allerdings nach echtem Tee und ich kann mich noch an einen Besuch in einem Teehaus in Husum erinnern, in dem ich mir als Teenager Tee bestellte. Glückselig hatte ich eine Teetasse samt Unterteller mit Zwiebelmuster und Kandiszucker vor mir stehen. Es handelte sich dabei um irgendeinen aromatisierten Schwarztee und er schmeckte grauenhaft. Für viele Jahre war es das.

In meiner vegetarischen Phase von 14 bis 18 bekam ich von einer Freundin meiner Mutter „Das große vegetarische indische Kochbuch“ geschenkt – bis heute eines meiner liebsten Kochbücher, das völlig ohne Bilder, dafür mit sauleckeren Rezepten daherkommt. Darin gab es natürlich auch ein Rezept für indischen Chai, den man mit Milch trinkt. Ein wenig versöhnt war ich nach dem testen des Chai, so ganz zur Teeliebhaberin bin ich aber dennoch nicht mutiert.

Grüntee aus China

Grüner Tee aus China

Als ich volljährig war und kurz vor der Hochzeit stand gab es eine Phase, in der es mich zu Earl Grey zog. Inzwischen wusste ich, dass die Ziehzeit des Tees ein wichtiger Faktor bei der Zubereitung ist. Mit Kandiszucker war das Ganze tatsächlich trinkbar.

Mit 21 wagte ich mich an grünen Tee in Form von Teebeuteln, aromatisiert mit Zitrone. Mit etwas Zitronensaft dazu schmeckte er mir richtig gut und ich wähnte mich endlich als echte Teetrinkerin. Während meiner Ausbildung zur Heilpraktikerin beschäftigte ich mich viel mit Kräutertee und lernte ihn lieben und schätzen.

Ich wurde mutiger und testete mich durch verschiedene Sorten aromatisierten Grüntee, lose und nicht das Hackstockkratzi wie man in Franken sagt, das man in Teebeuteln bekommt. Inzwischen bin ich mitte dreißig und reif für echten, guten Tee.

So kam es, dass es mich Anfang des Jahres auf ein Teeseminar zog. Mit im Schlepptau die beste Nachbarin von allen. Das Teeseminar fand in Evas Teeplantage statt, einem schönen Teeladen in Nürnberg.

Teeseminar

Verschiedene Teeproben und süße Teilchen

Zur Begrüßung gab es zwei Kannen schwarzen Tee, einmal Ceylon, einmal Assam, die in der Glaskanne völlig unterschiedlich aussahen und natürlich auch schmeckten. Mein Vorurteil gegen schwarzen Tee wurde jedenfalls wieder einmal bestätigt, er entspricht einfach nicht meinem Geschmack.

Dann ging es auch schon los mit dem Seminar und Herr Poetsch führte uns in die Welt des Tees ein. Wir fingen bei den verschiedenen Teepflanzen an und erfuhren viel über die Anbaugebiete und die Qualität des Tees. Teepflanzen mögen es zwar gerne warm, vertragen aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Nebel dagegen lieben sie sehr.

In China wird am meisten Tee angebaut, dicht gefolgt von Indien, der beste Tee kommt allerdings aus Japan. Hier wird jedoch ausschließlich grüner Tee geerntet. Je nachdem wann die Blätter geerntet und verarbeitet werden erhält man weißen, grünen oder schwarzen Tee.

Bei weißem Tee werden die noch geschlossenen Blattknospen geernet, gelüftet und dürfen dann für 10 bis 14 Stunden welken. Anschließend werden sie getrocknet, sortiert und trocknen dann erneut – und das alles in nicht einmal 24 Stunden.

Bei grünem Tee dürfen die Blätter ebenfalls welken, anschließend werden sie erhitzt, geröstet oder gedämpft um das fermentieren wie es bei schwarzem Tee gewünscht ist zu verhindern. So bleiben im grünen Tee noch alle Inhaltsstoffe erhalten.

Die Herstellung von Matcha

Auch das Thema Matcha wurde kurz angerissen, dafür gibt es nämlich ein extra Seminar. Bei Matcha werden die Teepflanzen vier Wochen vor der Ernte beschattet, was ein sehr dunkles Blattgrün zur Folge hat. Nach dem dämpfen und trocknen werden die Gefäße des Blatts entfernt und nur das weiche Blatt zu feinem Pulver vermahlen.

Ein weiterer Teil des Teeseminars war die Aromatisierung von Tee. Interessant ist dabei vor allem die Qualität – je aromatisierter ein Tee ist desto schlechter ist die Qualität des Teeblatts. Gut gefallen hat mir, dass in diesem Teeladen mehr auf Qualität als auf Trend geachtet wird.

Nach dem schwarzen Tee gab es auch noch grünen Tee den wir probieren durften. Soweit ich mich erinnere war der eine aus Japan, der andere aus China. Mich zog es sofort zu dem sehr hellen Grüntee aus Japan, der mich schwer begeistert hat. So sehr, dass ich die 21 Euro für 100 Gramm Grüner Tee Tamaryokucha violett ohne zögern auf den Tresen legte.

Ich kann das Seminar nur jedem empfehlen, der sich für Tee interessiert und mehr darüber erfahren möchte. Herr Poetsch hat ein breites Wissen, das er gerne teilt und zusammen mit seiner Frau sorgt er dafür, dass man sich wohlfühlt und gerne Tee bei ihm kauft. Sehr schön finde ich auch die Verpackungen des losen Tees, denn man bekommt ein silbernes Aromatütchen mit Ziplock-Verschluss und auf dem Etikett ist auch noch die Ziehzeit und Temperatur des Wassers angegeben, mit dem der Tee am besten wird.

Teeseminar Nürnberg

Herr und Frau Poetsch